Offener Brief an Jürgen Todenhöfer

Spirit of Entebbe

Sehr von Antisemiten verehrter Herr Todenhöfer,

Ministerpräsident Netanyahu ist derzeit mit wichtigeren Aufgaben beschäftigt, als Offene Briefe mediengeiler Ex-Politiker zu lesen, die auch noch auf Deutsch verfasst sind, weil sie sich ohnehin nicht an ihn, sondern an ein einschlägiges Publikum richten.

Daher, wenn Sie erlauben: Darf ich Ihnen mitten auf Ihrer beeindruckenden Selbstdarstellungstournee ein paar Fragen stellen? Als Deutscher, der weiß, dass man aus unserer Geschichte nicht unbedingt gelernt haben muss, den Juden zu raten, sich nicht gegen ihre Todfeinde zu verteidigen und der den Antisemitismus nicht nur pro forma ablehnt, weshalb er sich nicht ausgerechnet auf den einzigen jüdischen unter den 200 Staaten dieser Welt einschießt?

Haben Sie sich schon einmal vorgestellt, wie es wäre, nicht nach Gaza zu fahren, um vor der Kamera den Vater Teresa der leidenden Palästinenser zu geben, sondern wenigstens ein einziges Mal nüchtern zu beobachten, was sich dort seit Jahrzehnten tut? Wenn Sie schon…

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