tapfer im nirgendwo | ♥

Mein Name ist Christy Anastas. Ich bin Palästinenserin und wurde in Bethlehem geboren. Ich bin Christin. Vielen Dank, dass Sie diesen Text hier lesen. Es ist beeindruckend, dass Sie sich für den Israel-Palästina-Konflikt interessieren. Wenn Sie diesen Text jedoch in der Absicht lesen, Partei für eine Seite zu ergreifen, muss ich Sie leider enttäuschen. Das hier ist kein Fußballspiel! Es geht um Menschenleben!

Ich wurde während der ersten Intifada geboren. Intifada bedeutet Aufstand. Nach der ersten Intifada lebten wir in einer sehr friedlichen Zeit, mit Arabern, Moslems, Juden und Christen, die Seite an Seite lebten. Es war wunderschön. Als ich elf Jahre alt wurde, im Jahr 2000, begann die zweite Intifada. Das Haus meiner Kindheit stand vor einem Gebäude, das für Juden sehr bedeutsam war. Damals begann mein Volk, das jüdische Gebäude zu attackieren, Tag und Nacht. Am Tag warfen sie Steine und Bomben, in der Nacht schossen sie. Sie wussten, dass in der unmittelbaren Nähe auch Palästinenser lebten.

Damals fiel mir auf, dass auch Kinder an den Kampfhandlungen beteiligt waren und Steine warfen. Ich erkannte, dass mein Volk Kinder als Kämpfer einsetzte. Diese armen Kinder wurden verführt, ihre Gehirne gewachsen, bis sie glaubten, es sei eine Ehre, für das eigene Land zu sterben. Es war unfassbar traurig, dies mitansehen zu müssen. Sie wurden vor meine Augen ermordet und erschossen. Die Kinder kämpften im Glauben, dadurch etwas Ehre zu besitzen. Zudem bekamen ihre Eltern und Familien später finanzielle Zuwendungen.

Saddam Hussein zum Beispiel, der Ex-Premierminister vom Irak, war bekannt dafür, die Familie eines Märtyrers mit zehntausend Dollar zu belohnen. Die Familie eines Selbstmordattentäters bekam sogar zwanzigtausend Dollar. Erst kürzlich hat meine Regierung, die palästinensische Autonomiebehörde, siebenundvierzigmillionen Dollar an die Familien von Märtyrern ausgeschüttet. Fördert das nicht die Gewalt? Es war tragisch, was ich als Kind mitansehen musste. Das ist der Grund, warum Eltern ihre Kinder ins Gefecht schicken und sterben lassen.

Dann gibt es da noch eine weitere Gruppe, die leider wirklich daran glaubt, dass auf einen Märtyrer zweiundsiebzig Jungfrauen im Jenseits warten. Ich bin mir nicht sicher über die Anzahl. Ich bin mir auch nicht sicher, ob diese Männer mit zweiundsiebzig Jungfrauen umgehen können, aber sie glauben wirklich daran.

So kam es dann, dass israelische Soldaten auf Kinder schossen. Was aber tat meine Regierung? Statt die eigenen Kinder zu schützen und die öffentliche Ordnung zu verteidigen, wie es völkerrechtlich ihre Pflicht gewesen wäre, tat sie das genaue Gegenteil. Es gibt bei uns keine öffentliche Ordnung.

Einige Palästinenser wurden gefangen genommen und in israelische Gefängnisse gebracht. Einige wurden dort geschlagen und misshandelt. Es waren israelische Soldaten, die teilweise gerade mal achtzehn, neunzehn Jahre alt waren. Jugendliche, die losgeschickt wurden, gegen Jugendliche zu kämpfen. Es war eine Unfall, der nur darauf gewartet hatte, zu geschehen.

Die zweite Intifada machte alles viel schlimmer. Ich verlor eine Freundin. Sie war elf, wie ich. Wir waren seit zwei Jahren mit ihr befreundet gewesen. Sie wurde von einem israelischen Soldaten erschossen, aus Versehen. Sie war am falschen Ort zur falschen Zeit im falschen Auto. Sie saß in einem Auto, das direkt hinter einem anderen Wagen war, in dem von Israel gesuchte Menschen saßen. Die beiden Fahrzeuge waren absolut identisch, sogar in der Farbe. Die israelische Armee war verwirrt, schoss auf beide Wagen und tötete meine Freundin. Diese Geschichte wurde nicht nur von meinen Volk öffentlich gemacht, sondern auch von meiner Kirche, da meine Freundin Christin war.

Zur selben Zeit lebte mein Onkel in einer Gemeinde in Bethlehem. Er musste Dschizya zahlen, weil er ein Christ war. Dschizya ist eine Schutzsteuer, die jeder zahlen muss, der kein Moslem ist, um in der Region sicher leben zu können. Sie nennen es eine Steuer. Ich nenne es Mafia. Irgendwann bemerkte mein Onkel, dass die palästinischen Behörden, die Raketen gegen Israel aus christlichen Nachbarschaften feuerten, damit bei einer Verteidigung von Israels Seite zwar Palästinenser, aber in in erster Linie Christen sterben würden. Daraufhin weigerte sich mein Onkel, die Schutzsteuer weiter zu bezahlen. Er wurde festgenommen und des Verrats beschuldigt. Weil sie ihm aber nichts weiter vorwerfen konnten, ließen sie ihn frei. Ein paar Tage später wurde er vor seinem eigenen Haus ermordet. Sie schossen ihm ins Herz.

Palästinenser, die andere Palästinenser töten. Was für ein Dschungel.

Ein reicher christlicher Mann stand bei der Beerdigung meines Onkels auf und sagte ein paar kritische Worte. Ein paar Tage später wurde ihm in den Kopf Geschossen. Er wurde sofort in ein Hospital gebracht. Es war ein israelisches Hospital. Sie retteten sein Leben, aber er wird blind sein bis zum Ende seines Lebens. Diese beiden Geschichten wurden nicht von meinem Volk öffentlich gemacht und in die Welt getragen. Es gibt viele dieser Geschichten. Keine von ihnen wird erzählt.

Die Zahl der Christen in meiner Heimat ist in den letzten Jahrzehnten leider dramatisch gesunken. Immer wieder behaupten Leute, der Grund dafür sei die Besatzung. Ich jedoch glaube an Fakten und Zahlen. Wenn wir uns die Zahl der Christen in der Region Bethlehem anschauen, dann sehen wir, dass vor der Besatzung einundachtzig Prozent der Bevölkerung christlich waren. Während der Besatzung stieg die Zahl sogar auf fünfundachtzig Prozent. Die Zahl fiel erst mit den beiden Intifidas, dem Aufstieg der PLO und dem Aufkommen der radikalen Hamas. Wenn die Besatzung somit Schuld sein soll an dem Rückgang, warum betrifft es dann nur Christen? Die Gesamtbevölkerung steigt schließlich jährlich um 2,2 Prozent. In Ramallah lebten einst neunzig Prozent Christen. Jetzt sind es fünfundneunzig Prozent Muslime. Bethlehem, die Geburtsstadt von Jesus, hatte einst einundachtzig, fünfundachtzig Prozent Christen. Jetzt sind es nur noch sieben Prozent und die Zahl sinkt.

Die Situation wurde schlechter durch die Intifada. Es gab eine Serie von Selbstmordanschlägen gegen israelische Zivilisten. Sie wurden durchgeführt von meinem Volk. Das ist die traurige Wahrheit! Sogar Palästinenser wurden getötet. Mitglieder meines Volkes banden sich Sprengstoffgürtel um und töteten sich selbst und andere. Es ist der Horror.

Im Jahr 2002 zu Pessach tötete ein Selbstmordattentäter unzählige Juden. Es war der Anschlag, der dazu führte, dass Israel eine Mauer errichtete. Ich war jung damals. Ich erinnere mich, dass ich eines Tages zur Schule ging und als ich nach Hause kam, fand ich eine Mauer, die mein Haus an drei Seiten umfasste. An einem Tag hatten die Israelis die Mauer gebaut. Wir verloren unsere Geschäftsbeziehungen, unser Leben war zerstört, wir waren plötzlich isoliert mit einer Mauer um uns herum. Vier Kameras filmten unser Haus vierundzwanzig Stunden am Tag sieben Tage die Woche. Wir haben immer Witze gemacht: Sollten eines Tages mal Videos auf YouTube auftauchen, auf denen wir zu sehen sind, wie wir duschen, dann kommen sie bestimmt von diesen Kameras. Ich hoffe, niemand wird das je überprüfen.

Von meinem Schlafzimmerfenster kann ich auf die Mauer blicken. 8,5 Prozent der Mauer befindet sich auf palästinensischem Boden. Viel von dem Land war in christlicher Hand. Ich habe eine Tante, die viel Land verloren hat. Aber, wenn Sie mir die schlichte Frage stellen würden, ob ich die Mauer errichtet hätte, wäre ich der Premierminister von Israel gewesen, so ist meine Antwort klar: Ja! Und das sage ich als Frau, die von der Mauer mit am meisten betroffen ist. Die Mauer hat nämlich erreicht, dass mein Volk damit aufgehört hat, sich selbst zu töten und in die Luft zu sprengen. Ich sorge mich um Menschen, nicht um Beton!

Als die zweite Intifada zu Ende ging, beschloss ich, Jura zu studieren. Ich studierte internationales Recht, Meinungsfreiheit und Menschenrechte. Zur selben Zeit lernte ich jedoch auch das Wesen unseres palästinensischen Rechtssystem kennen. Es ist ein sehr interessantes System und nennt sich ʿUrf. Es ist eine Kombination aus Scharia und Stammesrecht. Unser Stammesrecht ist aus der Kultur der Beduinen erwachsen. Die Werte der Beduinenkultur zeichnen sich durch die, wie wir es nennen, drei Ws aus: Women (Frauen), Wealth (Reichtum) und War (Krieg). Als ich von dieser Sache erfuhr, hielt ich inne und entschied, einen Schritt zurück zu gehen, um ein größeres Bild zu sehen, vor allem als Araberin. Es ist traurig und es schmerzt, zu erkennen, was diese drei Ws für mein Volk bedeuten:

Women: Im aktuellen Regime kann jeder Mann bis zu vier Frauen heiraten.

Wealth: Wir haben eine korrupte Regierung, die von der momentanen Situation profitiert. Das Regime wird mit Geld vollgepumpt, während mein Volk leidet. Bei all dem Geld, was bisher von allen Ländern nach Palästina geflossen ist, müsste ich reich sein. Jeder Palästinenser müsste reich sein.

War: Wenn das Feindbild mal ausgeht und es den Israel-Palästina-Konflikt nicht mehr gibt, wird sich mein Volk gegenseitig bekämpfen. Im Jahr 2006 als Israel sich auch dem Gazastreifen zurückzog und den Leuten das Feindbild wegzog, bekriegten sich Hamas und Fatah gegenseitig. Palästinenser töteten Palästinenser.

Tunesien, Algerien, Irak, Libyen, Libanon, Syrien, Ägypten, mein Volk hat diese Werte genommen, sie verbreitet und darauf gebaut. Wir haben zwar eine Verfassung und sie ist wirklich gut, aber sie wird nur nicht umgesetzt, weil wir eine korrupte Regierung haben. Saeb Erekat, unser palästinensischer Hauptverhändler, sagte einst: “Wir mussten Palästinenser töten, um eine Autorität, ein Gewehr und die Rechtsstaatlichkeit zu etablieren.” Wir haben wirklich viel Zeit und Mühe darin investiert unser eigenes Volk zu töten. Wirklich gut gemacht. Es ist widerlich!

All das beeinflusste meine Kultur. Es gibt kein Recht, kein Gesetz bei uns. Es gibt Ehrenmorde überall. Frauen haben keine Rechte. Es gab eine Frau, die zehn Jahre lang von ihrem Mann verprügelt wurde. Nach zehn Jahren fasste sie endlich den Mut vor Gericht zu ziehen, um eine Scheidung zu verlangen. Als ihr Mann davon erfuhr, zerrte er seine Frau auf den belebten Marktplatz und schlachtete sie dort. Frauen werden wie Besitz behandelt. Frauen werden nicht als Menschen erachtet. Sie haben kein Recht auf freie Meinung und ihnen werden auch sonst elementare Rechte verweigert. Ich kann ihnen unzählige Geschichten von jungen Frauen erzählen, die getötet wurden in sogenannten Ehrenmorden. Im Jahr 2013 sind die Ehrenmorde bei uns um dreihundert Prozent gestiegen. 300 Prozent!

Frauen werden auf offener Straße sexuell belästigt. Ich wurde sexuell belästigt, weil ich zur Universität ging. Oft fühlte ich mich richtiggehend angewidert in der Universität, ganz so als wäre ich in einem Zoo unter Tieren. Auf dem Weg nach Hause saß ich manchmal in einem Kleinbus und wurde dort angegrabscht. Das sind die “Rechte”, die wir dort als Frauen besitzen.

Ein weiteres Problem ist der Landraub. Die Mauer hat uns sehr viel Land geraubt, besonders in dem Gebiet um Bethlehem, aber Palästinenser stehlen ebenfalls palästinensisches Land, besonders von Christen. Ich habe vier Onkel, die alle mehr als die Hälfte ihres Landes an Leute aus Hebron verloren haben. Einfach so. Meine Onkel zogen vor Gericht und forderten ihr Recht ein, aber der Richter kam leider aus Hebron und sagte: “Ich kann es kaum erwarten, Euch drei tot in der Gefriertruhe zu sehen.” Unser Richter arbeiten übrigens nur von zehn Uhr morgens bis ein Uhr nachmittags fünf Tage die Woche. Sie haben wirklich eine gute Karriere gemacht: Drei Stunden arbeiten am Tag.

Ich bin gebürtige Christin. Mein Glauben ist nicht wirklich stark. Als junge Erwachsene jedoch stolperte ich über diesen biblischen Vers:

“Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen; nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern machte, da ich sie bei der Hand nahm, dass ich sie aus Ägyptenland führte, welchen Bund sie nicht gehalten haben, und ich sie zwingen mußte, spricht der Herr;sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein.” (Jeremia 31, 31-33)

Dieser Vers forderte mich in meinem Kern heraus. Ich dachte, dieser Vers ist mehr als bizarr. Wenn Gott wirklich existiert und dieser Vers, der ebenfalls im Koran zu finden ist, stimmt, dann finde ich den Beweis für seine Richtigkeit. Es war die junge Anwältin, die damals aus mir sprach. Ich schaute mir daher alle Kriege an, in denen Israel jemals involviert war. Der interessanteste Krieg war der Yom-Kippur-Krieg.

In der militärischen Logik ist es eigentlich klar: Einen Vier-Fronten-Krieg kann man nur verlieren. Im Norden wurde Israel von Libanon und Syrien attackiert, im Osten von Jordanien und im Süden von Ägypten. Libanon fiel schnell. Im Norden hatte Israel nur hundertfünfzig Panzer. Syrien aber hatte eintausendvierhundert Panzer. Im Süden hatte Israel ein Heer von fünfhundert Soldaten. Das ägyptische Heer jedoch umfasste achtzigtausend Soldaten. Israel gewann den Krieg dennoch und eroberte mehr Land. Das waren keine Superkräfte, die dort am Werk waren. Für mich war es die Hand Gottes. Das war mein Beweis für die Richtigkeit des Vers.

Nachdem ich das für mich erkannt hatte, dachte ich, ich besitze das Recht auf freie Meinung und alle Menschenrechte, ich werde diese Rechte ausüben und meine Überzeugungen teilen. Ich fing daher an, meine Überzeugungen mit einer kleinen Gruppe zu teilen. Ich erklärte, dass Gott das Land Israel seinem Volk als Zeichen seines ewigen Bundes gegeben hat, und es Zeit wird, dies zu akzeptieren. Lasst uns zwei Staaten errichten, sie dort, wir hier. Let’s move on and get a life! Ich erklärte weiter, wenn Ihr nicht meinem Glauben folgen möchtet, dann schaut Euch die Welt an. Wieviele christliche Länder gibt es? Wieviele muslimische Länder? Warum können die Juden nicht ein einziges Land haben? Eine sehr einfache Frage.

Nach meinem ersten Treffen mit einer kleinen Gruppe junger Menschen dauerte es keine vierundzwanzig Stunden und ein Familienmitglied rief mich an und bat mich, ihn zu treffen. Als wir uns trafen nahm er eine Pistole, richtete sie an meinen Kopf und sprach: “Ich habe eine Kugel, nur eine Kugel. Ich jage sie Dir in den Kopf und beende Dein Leben! Du spielst mit dem Feuer und ich werde eher Dich verbrennen, als dass Du Deine Familie verbrennst. Ich wurde geschickt, Dich zu stoppen.”

Ich wurde mit dem Tod bedroht, weil ich meine Überzeugungen und Meinungen geteilt hatte. Israelis bedrohen uns nicht, weil wir unsere Meinungen teilen, Palästinenser schon! Ich war geschockt, wütend und zornig, aber ich konnte nicht aufhören. Ich teilte meine Ansichten weiterhin. Ich bin ein Mensch.

Ich ging in die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, um noch mehr zu verstehen, was den Juden angetan worden war. Als ich mich selbst in ihre Lage versetze, da verstand ich auf einmal, warum sie taten, was sie so aggressiv taten und warum sie es weiterhin tun. Ich verstehe es. Ich rechtfertige es nicht. Ich verstehe es! Es ist wegen all dem, was geschehen ist. Es gibt immer einen Grund. Es ist keine Rechtfertigung, nur ein Grund. Sie sind überängstlich! Warum? Plötzlich verstehst Du warum!

Als ich verstand, wurde ich verfolgt und des Verrats beschuldigt. Es wurde zu gefährlich für mich dort zu bleiben. Ich musste mein Land verlassen. Ich floh nach Britannien und beantragte Asyl, was mir binnen drei Tagen auch bewährt wurde, weil die Angelegenheit in meinem Fall so klar war. Das ist meine Geschichte.

Danke.

Einst sagte ein junger Mann zu mir, Israel sei ein Apartheidsstaat, der einzige Apartheidsstaat im ganzen Nahen Osten. Als Beweis führte er den jüdischen Bürgermeister einer Gemeinde in der Nähe von Nazareth an, der angeblich einen Weihnachtsbaum von einem öffentlichen Platz verbannt haben soll. Ich fragte den jungen Mann:

Warum schauen wir immer nur darauf, was Israel tut, aber nie darauf, was wir tun? Warum schauen wir auf den Splitter im Auge des Anderen ohne den Balken im eigenen Auge zu sehen? Warum schauen wir nicht darauf, was wir verbrechen, statt darüber zu meckern, dass in Israel ein Weihnachtsbaum verbannt wurde? Warum schaust Du nicht auf die syrischen Kinder, die gerade jetzt ermordet werden? Warum konzentrierst Du nicht auf die ermordeten Kinder, statt Dich um verbannte Weihnachtsbäume zu sorgen? Statt uns auf Israel zu fokussieren, lass uns lieber darauf fokussieren, was wir uns selbst antun als Araber. Wenn Israel ein Apartheisstaat sein soll, dann sind die palästinensische Autonomiebehörde, Syrien, Libyen, Libanon gewiss Apartheidsstaaten; dann ist die ganze Gegend ein großer Ort der Apartheid.

Die palästinensische Autonomiebehörde ist eine Apartheid in sich!

Wenn Du aber sagst, die Hamas und die Fatah mit all ihren Verfolgungen, Diskriminierungen und Morden seien keine Apartheid, die Verbannung eines Weihnachtsbaum in Israel jedoch schon, dann kann ich nur fragen: Was genau verstehst Du unter Apartheid?

hier geht es zum original-artikel:

http://tapferimnirgendwo.com/2014/06/06/ich-palastinenserin/

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