es ist nie zu spät – Stefan Hartmann bekennt sich zu seiner tochter | ♥

http://www.swr.de/nachtcafe/-/id=200198/did=12666700/nid=200198/1g5crap/index.html

zusammenfassung:

– stefan hartmann sei katholischer priester geworden, spätberufen… hatte zuvor bereits beziehungen…

– spaeter fühlte er sich als priester einsam in trier und hatte eine beziehung mit der gemeindereferentin.

– die beziehung war dann beendet, bevor die schwangerschaft festgestellt wurde. „das war nicht, was wir wollten aber es war dann so“. er hat die vaterschaft persoenlich anerkannt aber nicht oeffentlich. als sie die schwangerschaft bemerkte, war die beziehung bereits beendet.

– eine frau aus der gemeinde hat die geschehnisse dem bischof mitgeteilt.

– daraufhin forderte die kirche die konsequenzen und stellt ihn vor eine entscheidung: entweder du scheidest aus und heiratest oder wenn du priester bleiben willst, dann musst du in eine andere diezöse versetzt werden.

– die tochter wurde damals vertuscht. das gibt er offen zu. auch die mutter wurde dazu angehalten, das nicht zu sagen, wer der vater ist.

– unser neuer papst ist da voellig anderer meinung: wenn ein priester vater wird, dann soll er sofort seinen dienst beenden. ob heirat oder nicht

– aber das kind hat ein recht, den vater zu kennen, zu wissen, wer er ist.

– ich habe das kind verdrängt. hat (bei geburt) eine bekannte mit einem blumenstrauß ins krankenhaus geschickt. er hätte vermutlich sofort die emotionale beziehung gehabt, die ihm das priestertum wahrscheinlich nicht möglich gemacht hätte. „ja, das hab ich damals gemacht – das war falsch.“

– er hat sich dann versetzen lassen.
kind nicht gesehen, kein kontakt, keine fotos.

– währenddessen: leerer fleck, er kannte nichts, tochter hat ihn nie vermisst… sie wusste ja nicht, wer ihr vater ist. mutter hatte dann einen neuen lebensgefährten.

– 15 jahre vergingen. tochter schrieb brief:

„…und habe mich jetzt endlich aufgerafft, dir zu schreiben.“

„ich fände es gut, wenn wir uns irgendwann kennenlernen, fände es aber besser, wenn wir uns zunächst nur briefe schreiben.“

„allerdings will ich noch nicht, dass meine mutter davon erfährt, die is auf das thema ’n bisschen komisch, finde ich.“

„also schreib nicht an meine adresse, sondern an die meiner freundin.“

“ mehr will ich jetzt erst einmal nicht dazu schreiben… ich warte auf deine antwort.“

wie es ihm dann ging:

– „ja, das war natürlich ’ne bombe. was ich so lange verdraengt habe, war auf einmal konkret.“

– er hat dann überemotional reagiert, sodass die tochter sich dann scheute, dass sie sich zusammenfinden. es hat dann noch drei jahre gedauert, bis wir uns gesehen haben. als sie 18 jahre alt war lernten sie sich kennen.

– in gegenwart einer therapeutin wurde die geschichte aufgearbeitet. das hat beiden gut getan.

– das versäumte kann man nicht nachholen. er sei froh ueber seine tochter und stolz auf sie. und sie ist auch froh, dass sie einen vater hat, zumal 2009 die mutter verstorben ist.

– 2008 bekannte er sich zu ihr. pflegevater hat dann zwischen den beiden vermittelt.

– suende sei die verleugnung des kindes aber nicht die zeugung.

– 2008, nachdem er die tochter gesehen hatte, meinte er, dass er sich dazu bekennen will (zu zeiten des papst benedikt). das hat er in einem vorweihnachtlichen bußgottesdienst getan. die gemeinde war erschrocken und das thema war dorfgespräch. ist aber inzwischen kein thema mehr.

– die priesterweihe kann niemand verlieren. aber das amt. heute sei aber eine andere zeit, die offenheit ermöglicht.

– die hoffnung auf abschaffung bzw. änderung des zölibats besteht (der zölibat sei ein anachronismus) vor allem in deutschland, was auch der wunsch der mehrheit ist.

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