Streiflicht

„Selbstverständlich ist es auch die Angst vor den Islamisten. Aber diese Angst teilen Christen und Muslime miteinander. Es gibt auch viel Gewalt zwischen Schiiten und Sunniten. Das darf man nicht vergessen. Die Christen sind in Syrien eine Minderheit in einem islamischen Umfeld, das gespalten ist. Deshalb igeln sich viele Kirchenführer ein, verhalten sich möglichst still, um unauffällig zu bleiben. Sie haben Verantwortung für ihre Gemeinden und wollen verhindern, dass ihre Kirche vertrieben oder ausgerottet wird.

Ich verurteile das nicht. Die Kirchen stecken in einem doppelten Dilemma. Trotzdem ist Schweigen kein Weg: Wir müssen dafür eintreten, dass die Christen in Syrien zusammen mit moderaten Muslimen daran mitwirken, den fürchterlichen Bürgerkrieg zu beenden. Die Christen in Syrien brauchen unsere Solidarität und unsere Gebete. Über den Ökumenischen Rat der Kirchen bieten wir ihnen Gespräche an. Und wir versuchen, humanitäre Hilfe zu leisten, so gut es eben geht.”

Martin Schindehütte (Ökumene und Auslandsarbeit der EKD)
zur Lage der Christen in Syrien

Streiflicht. von bikerpfarrer

http://www.evangelisch.de/themen/politik/schindeh%C3%BCtte-wir-arbeiten-zu-lange-mit-diktatoren-zusammen60777

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